19 & 20 I should be tired, And all I am is wired, Ain’t felt this good for an hour, Motorhead, Remember me now, Motorhead alright

Gestern um halb eins Uhr in Chita vom Hotel „Russisch-Chinesische Freundschaft abgefahren“.

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Man, war das ein Hotel…. Es gab kein heißes Wasser zum Duschen, nur „warmes“. OK, lassen wir es damit.
Ins Restaurant gegangen, wurde von fast allen Gästen, sowie von den Mitarbeitern angestarrt, wie ein Außerirdischer. Die haben sowas wohl noch n i e gesehen. Egal… Speisekarte mit Bildern, unscharf und klein. Mal sehen was ich bekomme. Aha!! Hab mir wohl ein chinesischen Hühnersalat beguckt, Salat = kalt, und fettig und scharf.

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Am Morgen die ersten Stücke zum Einstauen zum Moped gebracht. Die Dame an der Rezeption wollte die Karte/ Schlüssel. Bis dann endlich geklärt war, dass ich noch beim Packen bin und auf dem Zimmer noch Sachen sind.
Dann endlich ging es los. Navi wollte sogar auch mal wieder einen Beitrag leisten. Als nextes Etappenziel, Chabarowsk. Ziemliches entferntes Ziel, aber das Navi berechnet die Route. Jetzt gibt es sowieso eigentlich nur noch eine Straße, welche nicht nach China führt. Aber die muss ja auch erstmal gefunden werden. Am Stadtrand von Chita, Unmengen von Flohmarkt ähnlichen Ständen. So ähnlich wie auf dem Polenmarkt, nur halt entlang der Straße aufgereiht. Von Erde – ja die Verkaufen direkt von der Ladefläche ERDE – bis Militärklamotten, tote Tiere – Fell, lebendige Hühner.
Irgendwann wurde der Ruf nach einer Tanke aktuell. Tankstelle, halten. An allen Zapfsäulen Warteschlangen. Letzte Tankstelle vor dem Niemandsland oder letzte Tankstelle mit 98er Sprit. Eingereiht, aber die zähnefletschende, ausgewilderten Hunde ließen den Versuch zu Tanken beenden. Hab ja noch die 10 Liter im Kanister. Weitergefahren, 95er Sprit getankt und weiter geht es.
Es wird dunkel. Um die Uhrzeit???? Dunkel, also alle Regenklamotten an. Regenklamotten an, paar Tropfen und das war es. Falsch gedacht, plötzlich ging es los -Sturmböen, mittelstarker Regen und Hagel. Dann auch noch Gewitter, ringsherum mittelgroße Birken. Moped fahren und Gewitter, was macht man da wirklich, wenn man g e n a u im Gewitter ist. Irgendwann habe ich das negative Wasser von oben verlassen oder es war alle. Das Wasser!!


Jetzt kamen die ersten Baustellen. Habe wohl den Verwaltungsbezirk verlassen. Auf einmal Baustellen, die man ohne Angst vor Sturz oder Defekten befahren konnte. Es wurde Nacht und wieder frisch mit immer wiederkehrendem Regen. Auf einer Tankstelle beim Handschuhwechsel – von Winter auf Regenhandschuhe – entdeckte ich dieses Offroad Wohnmobil.

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Kennzeichen wohl verkehrt, ist ein Japan Pickup und keine Citroen Wellblechgarage (Hallo Jan).
Irgendwann hatte ich km mäßig bis zum nächsten Etappenziel die Halbzeit erreicht. Muss so halb acht Uhr gewesen sein, es wurde langsam warm, aber ein anderes Problem trat auf. Muskelerlahmung an den Lidern. Ich muss kurz mal ne kleine Pause + Nickerchen machen nach 21 h fahren. Ick leg mir neben das Motorrad auf dem Boden, Rasen, Wiese gibt es auf diesem Rastplatz nicht. Ein LKW Fahrer bot mir paar Bretter an. Na so’n Sperrholz/ Pappzeug zum Verkleiden von Transportkisten. Das ist wohl die viel zitierte Hilfsbereitschaft außerhalb der Städte. Netter Zug von dem Fahrer.
Ich döste ein Weilchen und wurde von Motorengeräusche geweckt. Als erstes sah ich eine Honda Africa Twin und dahinter stand eine Harley V-Rod.

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Russian MC, links Presi

Mitglieder eines russischen MC. Der Honda Mann, der President. Und mit dabei war die Frau /Freundin des Presi. Sie sprach Englisch. Der V Rod Fahrer erkannte gleich meinen Nummer 1 Film  M A D  MAX mit Fingerzeig auf mein Moped und wie immer Daumen hoch. Dann das übliche Gruppenfoto. Auf die Frage von wo ich jetzt komme, aus Tchita und die Nacht durchgefahren bin, gab es nur Kopfschütteln und:
„He is crazy, he is a r e a l Biker.“
Freut mir zuhören…. Die drei sind auf den Weg in die Mongolei zu einem Festival. Er sagte noch bis Vladivostok n u r noch gute Straßen.
Das Faro des Ostens???? Na, dann hab ick ja mal wieder ein Ziel. Oder  n u r  ein Music Festival?? Ohne Lemmy, njet!!!
Kaum wieder losgefahren, andere Fahrbahnseite liegengebliebene Mopedfahrer? Hondas African Twin und eine Honda Transalp. Ich halte, haben wohl nur im Smartphone nach der nächsten Tanke gesucht. Ja in ca. 120 km. Wollen auch in die Mongolei. Der eine versucht mir verständlich zu machen, mit Tattoos, Armband und Tshirt, zu Hause hat er eine Dyna Glide zustehen. Warum dann Groß Enduro.
Ick fahre Hugger !!!!!!!!! Die tiefergelegte Sporty Version und keine Evo Sporty XR 1200.
Ich fahre weiter und mir kommen immer wieder Reiseenduros entgegen.
Bin wieder mal ohne Köter Belästigung tanken. Ein Pärchen im Auto mit paar Brocken Deutsch: „Guten Tag. Ich heiße…“ (schon vergessen) Bitten um ein Foto vom Moped und   m i r !!! Nicht das erste mal. Also hat sich meine „Setcard“ aus Faro wohl bezahlt gemacht… Germany next Top Model. (Vor geraumer Zeit traf ich diesen Typen von Misfit Model bei Louis, Holzhauser Str………)

Es geht weiter mit km machen. Bis Chabarowsk, käme ich in der tiefsten Nacht an. Und wegen paar Stunden, jetzt wäre dann ein „Stundenhotel“ vom Begriff das Richtige. Also innerhalb des nächsten Tankstops was suchen. Es wird dunkel dahinten, wieder rein in die Regensachen und BINGO es fängt an zu schütten. Da ein Motel. Ich bekomme ein Zimmer für 600 Rubel, was für ein Zimmer. Nur Fenster in das Treppenhaus, keine zum Öffnen nach draußen und unterm Dach. Stehende Luft.

Erstmal duschen. Gemeinschaftsdusche. Wasser an, warm, dann kalt, dann keins.
Ich versuche nachzufragen. Der Chef ?? nimmt mich ins Nachbargebäude, Waschhaus, Sauna. Wo Sauna auch Dusche !! Endlich mal wieder h e i ß  duschen. In Chita gab es ja nur lauwarmes Wasser. Dann ab ins Restaurant. Halte Smartphone hin mit Google Übersetzer: „Ich möchte was warmes essen.“ Sie zeigt auf die kyrillische Speisekarte… Na toll, nexter google Translator Versuch: „Nudeln.“
Ich bekomme eine Nudelsuppe, brühendheiss und mit Fettaugen ohne Ende. Egal seit gestern Abends nichts mehr gegessen.

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Bin hier im Motel nach 1324 km in 27h. Kann sein, dass da die eine Stunde wieder abgezogen werden muss, Längengrad Vladivostok hat ein andere Zeit. Nee, hier gilt noch die „bisherige “ Zeitzone von Chita.

Nochmals zum Thema Straßen, ab Krasnojarsk sogar die Innenstädte mit halbwegs guten Straßen, jedenfalls nicht solche Fallgruben wie in Ufa und Omsk. Falls ick mir wiederhole, lest es einfach doppelt. Wenn ick zurück bin wird dann abgefragt und Aufsatz geschrieben!!!!

Luftlinie Chita – Motel Irgendwo im Nirgendwo: 972 km
Gefahrene Strecke: 1324 km

Bildschirmfoto 2018-06-09 um 17.55.30

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Typ? Herr Meier bitte antworten!

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Hinten keine Berge, W O L K E N

 

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Wat fürs Asi TV „Achtung Kontrolle“ 

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In Russland oder d a s Garagengelände? (Hallo Micha & Deti…)

 

 

 

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Woe to you, Oh Earth and Sea
For the Devil sends the beast with wrath
Because he knows the time is short
Let him who hath understanding reckon the number of the beast
For it is a human number
Its number is Six Thousand Six hundred and sixty six point six

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2 Gedanken zu “19 & 20 I should be tired, And all I am is wired, Ain’t felt this good for an hour, Motorhead, Remember me now, Motorhead alright

  1. Zündy sagt:

    So viel Landschaft mit leeren Strassen war selten… Opa hatte schon recht, Rußland ist einfach (zu) groß! Aber er kannte halt Schraube nicht!
    I’ve been drivin‘ all night, my hand’s wet on the handlebars
    There’s a voice in my head that drives my heel
    It’s Vladi callin‘, says I need you here
    half past four and I´m shiftin gear…

    Liken

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